Veterinär-Dental-Service - Zubildungen:

Die Mundhöhle ist die vierthäufigste Lokalisation für bösartige Tumoren bei Hund und Katze (Eickhoff, 2005). Leider werden sie aufgrund der zumeist späten Diagnose oft erst spät entdeckt und führen dann häufig zur Euthanasie ohne weitere spezifische Behandlung. Dabei können auch in der Veterinärmedizin bei guter frühzeitiger Diagnostik und entsprechend intensiver Therapie gute Erfolge mit vergleichsweise langen lebenswerten Überlebensraten erzielt werden.Die Besprechung der jeweiligen Maßnahmen muss enau besprochen werden und den Bedenken der Tierbesitzer angepasste Kompromisse eingegangen werden. Heute stehen für die oralen Tumore neben einer radikalen Chirurgie noch Chemotherapie, Bestrahlungstherapie sowie komplementär-medizinische Behandlungsstrategien zur Verfügung.

Die Diagnostik umfasst Anamnese und Klinik, wobei die Mundhöhle komplett inspiziert und Umfangsvermehrungen und Asymmetrien gegebenenfalls palpiert werden sollten. Die Röntgendarstellung dient der genaueren Erfassung der Ausdehnung des Tumors. Die Therapie aggressiver oraler Tumoren geschieht im Idealfall in Absprache aller Beteiligten, also dem Tierarzt, Onkologen, Bestrahlungstherapeuten und dem Besitzer. Wobei die frühzeitige chirurgische Entfernung relativ kleiner Tumoren optimal ist. Bei der Behandlung von oralen Tumoren kann auch bei Tieren zu sehr befriedigenden Ergebnissen führen, dennoch ist ist aber vor allem viel Überzeugungsarbeit der Besitzer notwendig.

Tumor im Unterkiefer Zahnröntgen im Tumorbereich Entfernter Kieferteil unter Tumor
Hund nach Kiefer OP Occlusion nach Tumor-OP Postoperativer Situs
Granulationsgewebe rund um die entfernten Nähte Kieferschluss (2 Monate nach OP) Verheilte Wunde (5 Monate nach OP)